Über POINT BY POINT
Tennis begleitet mich seit meinem sechsten Lebensjahr. Heute glaube ich: Wer sein Spiel wirklich verstehen will, muss nicht nur trainieren – sondern auch lernen, aus seinen Matches zu lernen.

Tennis begleitet mich, seit ich sechs Jahre alt bin. Mittlerweile bin ich 28 – und trotzdem fasziniert mich dieser Sport heute mehr denn je.
Was mich am Tennis besonders begeistert, ist, dass es weit mehr ist als die Summe aus Technik, Athletik und Schlaghärte.
Tennis ist ein Kopf-Sport
Du kannst technisch sauber spielen, einen starken Aufschlag haben und die besten Schläge auf dem Platz besitzen. Wenn Kopf und Körper im entscheidenden Moment nicht zusammenspielen, kann das alles plötzlich wenig wert sein.
Gleichzeitig ist Tennis ein Fehlersport. Nicht der Spieler, der die meisten spektakulären Punkte gewinnt, gewinnt automatisch das Match. Oft entscheidet vielmehr, wer unter Druck die richtigen Entscheidungen trifft, mit Fehlern umgehen kann, seine eigenen Stärken einsetzt und den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben stellt.
Genau diese Kombination aus Kopf, Körper, Taktik und Emotionen macht Tennis für mich so einzigartig.
Vom Abhaken zum Analysieren
Lange Zeit habe ich meine Matches nach dem klassischen Muster betrachtet: Gewonnen oder verloren – und weiter.
Irgendwann habe ich angefangen, mir nach meinen Matches kurze Notizen zu machen. Was hat funktioniert? Gegen welchen Spielertyp hatte ich Probleme? Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?
Seit etwa zwei Jahren versuche ich, meine Matches deutlich systematischer zu analysieren. Dabei ist mir immer stärker aufgefallen, wie viel Information eigentlich in einem einzigen Match steckt – und wie wenig davon nach dem letzten Ballwechsel häufig übrig bleibt.
Die entscheidende Frage wurde für mich deshalb: Wie kann ich aus einem Match Erkenntnisse gewinnen, die mir beim nächsten Match und im Training wirklich weiterhelfen?
Die Idee hinter POINT BY POINT
Die Idee für POINT BY POINT entstand schließlich aus einem Gedanken zur Trainingssteuerung.
Im Amateurtennis investieren viele Spieler viel Zeit und Geld in Training und Trainerstunden. Gleichzeitig gehen wir häufig relativ unvorbereitet in diese Einheiten. Wir wissen zwar, dass wir besser werden wollen – aber wissen wir auch genau, woran wir arbeiten sollten?
Ein Match kann darauf viele Antworten geben:
- • Welche Situationen bereiten mir immer wieder Probleme?
- • Welche taktischen Entscheidungen treffe ich unter Druck?
- • Wo verliere ich meine Konzentration?
- • Welche Stärken nutze ich zu selten?
- • Welche Muster wiederholen sich über mehrere Matches?
Wenn diese Dinge sichtbar werden, kann auch das Training gezielter werden.
Match → Analyse → Erkenntnis → Training → Entwicklung
Genau hier setzt POINT BY POINT an:
Das Journal soll dabei nicht einfach ein Ort sein, an dem man sein Match „aufschreibt“. Es soll Spielern helfen, ihr eigenes Spiel besser zu verstehen und aus ihren Erfahrungen konkrete nächste Schritte abzuleiten.
Warum Tennis mich auch fürs Leben begeistert
Ich glaube, dass wir Tennis im Amateurbereich noch bewusster erleben können. Tennis ist für mich nicht nur Wettkampf. Es ist Bewegung, Herausforderung, Lernen und der ständige Versuch, sich selbst ein Stück weiterzuentwickeln.
Und genau das macht den Sport auch langfristig so wertvoll. Sport im höheren Alter kann nachweislich zur Erhaltung körperlicher Funktionen beitragen und positive Effekte auf die mentale Gesundheit haben. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass körperliche und gemeinschaftliche Aktivitäten mit positiven Effekten auf Wohlbefinden und soziale Teilhabe verbunden sein können.
Tennis verbindet all das auf besondere Weise: Du bewegst deinen Körper, forderst deinen Kopf, musst Entscheidungen treffen, lernst mit Erfolg und Misserfolg umzugehen – und stehst dabei einem anderen Menschen auf der gegenüberliegenden Seite des Netzes gegenüber.
Ich möchte mit POINT BY POINT dazu beitragen, dass wir diese Möglichkeiten noch stärker nutzen. Für mehr Tennisbegeisterung. Für bessere Spieler. Für langfristige Entwicklung.
Meine Vision für Tennis-Deutschland
Mein Ziel mit POINT BY POINT ist deshalb größer als der Verkauf eines Journals.
Ich möchte dazu beitragen, Tennis im Amateurbereich bewusster erlebbar zu machen und Tennis-Deutschland langfristig zu stärken. Denn ich bin überzeugt: Wer früh lernt, sein eigenes Spiel zu beobachten, zu hinterfragen und systematisch daraus zu lernen, schafft eine wichtige Grundlage für seine weitere Entwicklung.
Vielleicht hilft POINT BY POINT dabei einem ambitionierten Mannschaftsspieler, endlich herauszufinden, warum er gegen bestimmte Spielertypen immer wieder verliert. Vielleicht hilft es einer Spielerin, ihr Training gezielter zu gestalten. Vielleicht entdeckt ein junger Spieler dadurch früher, welches Potenzial in ihm steckt.
Und vielleicht begleitet POINT BY POINT irgendwann sogar Spieler auf ihrem Weg über den Amateurbereich hinaus. Das wäre für mich eine großartige Entwicklung.
Denn am Ende geht es mir um eine einfache Idee: Nicht jedes Match muss gewonnen werden. Aber aus jedem Match kann man etwas mitnehmen.
Interaktive Tools für deine Entwicklung
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